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Start Wir über uns Geschichte In Lachen-Speyerdorf

Die Entwicklung in Lachen-Speyerdorf

Anfänge in den Hauskreisen

GeschichteIm Jahr 1933 begann in Lachen die erste Frauenstunde bei Frau Quell in der Goethestraße mit 10 Frauen. Schwester Anna Brämer kam regelmäßig in diesen Kreis und bezeugte das Wort Gottes.

1934 entstand der „Jugendbund für entschiedenes Christentum“ (EC) mit etwa 25 Mädchen und Jungen, die in ihren Gruppenstunden miteinander Bibeltexte besprachen, neue Lieder sangen und beteten. Es verging kaum ein Abend an dem die jungen Menschen nicht über freudige Erlebnisse der letzten Woche berichteten. Geleitet wurde der Jugendkreis von den Schwestern Anna Müller und Anna Schulz.

Auch in Haßloch, Iggelheim und Dannstandt entstanden neue Gemeinschaften. Das Missionshaus Speyerdorf, wie es damals noch genannt wurde, es entwickelte sich mit seinen Kinderstunden, Gottesdiensten, Glaubenskonferenzen und Missionsfesten für die Gemeinschaften im Südwesten Deutschlands zu einem geistlichen Zentrum.

Von Haus zu Haus

In den Jahren nach dem 2. Weltkrieg mieteten die Gemeinschaftsleute für ihre Veranstaltungen den Saal „Zum Schwanen“. Hier fanden Bibelabende, Kinder- und Frauenstunden statt. Zu den Evangelisationsstunden am Sonntagabend kamen in der Regel 50-60 Besucher. Evangelisationswochen wurden mit Prediger Karl Schmid, Pfarrer Zech, Prediger Kühne, Direktor Georg Wehrheim und Evangelist Ziehe veranstaltet. Die Menschen kamen gern zu diesen Veranstaltungen. Gott bewirkte auch in diesen Wochen bei den Zuhörern Hinwendungen zu Jesus Christus.

Der EC-Jugendbund entstand wieder neu unter dem Vorsitzend von Herbert Mehrmann und durch die Mitarbeit von Prediger Simon. Die Jugendabende wurden von ca. 30 Jugendlichen besucht.

Einige Jahre fanden dann die Kinder-, Frauen- und Bibelstunden bei Familie Stoffel statt. Aus dieser Zeit wird berichtet, dass die Stunden von den Schwestern Marie Fuchser, Esther Wortmann und Pauline Bretfeld gehalten wurden.


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SIGE by Kubik-Rubik.de

Nachdem im Jahr 1948 die Gastwirtschaft den Besitzer gewechselt hatte, traf man sich zur wöchentlichen Bibelstunde bei Familie Bein, in der Bonhoefferstraße.

Auch der EC-Jugendkreis für junge Männer wurde zu Familie Bein verlegt. Die Mädchen trafen sich bei Hilde Theobald (heute Stein) in der Schliedererstraße. Herr Wehrheim richtete eine Männerstunde ein und gründete einen gemischten Chor.

Im Jahr 1960 kam Traugott Ulmer nach Lachen und übernahm die Leitung des Jugendbundes. Zu diesem Zeitpunkt kamen nur etwa ca. 10 Jugendliche, aber der Kreis wuchs wieder an. Die Jugendlichen sangen ihre Lieder auch in der Bibelstunde bei Eduard Laubersheimer.


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SIGE by Kubik-Rubik.de

Nachdem in Lachen 1965 die neue August-Becker-Schule erbaut worden war, mietete die Landeskirchliche Gemeinschaft im alten Schulhaus für ihre Veranstaltungen einen Saal.

In dieser Zeit arbeiteten Schwester Pauline Bretfeld und Schwester Martha Kümmerer mit in den Kinderstunden am Nachmittag. Abends hielten sie die Gemeinschaftsstunden.

Auch der Bibelkreis in Speyerdorf erlebte eine wechselvolle Geschichte. Begonnen wurde mit den Bibelabenden schon 1948 im Haus von Frau Luise Bauscher, in der Haßlocher Straße 11, wo man sich bis 1967 versammelte. Diakonissen vom Mutterhaus verkündigten auch hier das Wort Gottes und leiteten den Austausch.


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SIGE by Kubik-Rubik.de

Zwischenzeitlich gab es kurzfristige Wechsel zum alten Schulhaus in der Lilienthalstraße, und in die Wohnung von Frau Emma Meier. Vorübergehend fanden die Bibelabende auch bei Familie Stein in der Speyerdorfer Mühle statt.

Auch im Nebenraum der Gaststätte „Krone“ (heute Lilienstube) traf man sich einige Zeit.

Die Bibelabende in Speyerdorf fanden dann 18 Jahre lang (1967 bis 1985) im Wohnzimmer bei Familie Günter und Marlies Bauscher statt, in der Ernst-Udet- Straße 10.

Von 1985 bis 2005 wurde die Speyerdorfer Bibelstunde wöchentlich fortgesetzt n der neuen Wohnung innerhalb des Fabrikgebäudes der Familie Bauscher, im Altenschemel 4.

Im Jahr 2005 entsprach man dem Wunsch der erkrankten Frau Gudrun Weide, die Speyerdorfer Bibelstunde in ihre Wohnung im Mutterhausgelände zu verlegen.

Missionarische Aktionen

Von Beginn an verteilten Schwestern im Ort vierzehntägig die Traktate „Leben und Kraft“. Auch in der Gemeinschaft bildete sich eine „Blättermissionsgruppe“, so dass zunehmend das gedruckte Evangelium in alle Haushalte gebracht wurde.

Lutz Berg, der damalige Hausvater im Mutterhaus, gründete 1965 einen Ehepaarkreis in der Gemeinschaft. Dieser wurde von seinem Nachfolger Helmut Fröhlich bis 1993 fortgeführt. Außerdem kam ein Kreis junger Erwachsener hinzu.

Eine erste Zeltmission fand schon 1962 auf dem Jahnplatz statt. Im Jahr 1977 veranstalteten die Landeskirchliche Gemeinschaft und ihr EC-Jugendkreis dann wieder eine Zelt-Evangelisation in Lachen, jetzt auf dem frei gewordenen Grundstück an der Ecke Flugplatzstraße/Goethestraße.

Geschichte1979 stand das EC-Zelt in Altdorf neben der Ev. Kirche. Auch diese volksmissionarische Aktion unserer Gemeinschaft hinterließ Spuren des Segens. Anschließend trafen sich über Jahre ein Haus-Bibelkreis bei Familie Haag.

Im Jahr 1980 organisierte die Gemeinschaft in Zusammenarbeit mit dem EC-Verband missionarische Abende in der Festhalle in Duttweiler, bei denen als Verkündiger Helmut Fröhlich mitwirkte. Die Abende der Verkündigung und die Kinderstunden am Nachmittag wurden gut besucht und verstärkten die Besucher des Hauskreises bei Familie Hirsch.

Es gehört zur guten Tradition, dass Traugott Ulmer einmal im Monat ein Mitarbeiterteam einlädt, um im Krankenhaus in Neustadt Lieder des Glaubens zu singen und an Patienten christliche Literatur zu verteilen.

Prägende Strukturen

Organisatorisch gehört die Landeskirchliche Gemeinschaft Lachen-Speyerdorf von Beginn an zum Südwestdeutschen Gemeinschaftsverband e.V. (SGV). Dieser wurde schon 1926 in Mannheim gegründet. Seinen Sitz verlegte man 1929 in das Kinderheim „Emilienruhe“ nach Bad Bergzabern, wo Marburger Diakonissen arbeiteten.

In den Nachkriegsjahren traten im Missionshaus wieder junge Schwestern ein, so dass es sich kontinuierlich zum Diakonissen-Mutterhaus entwickelte. Die Diakonissen führten Freizeiten durch, arbeiteten in Gemeinschaften und EC-Jugendkreisen, in Krankenhäusern und Altenheimen, sie richteten im „Haus Haardtblick“ eine Haushaltungsschule ein, und einige Schwestern wurden von der Marburger Mission zum Missionsdienst nach China, Taiwan und Brasilien entsandt. Einige setzten die Gemeinschaftsarbeit im Ort fort.

GeschichteFür die Entwicklung der Gemeinschaften im Südwestdeutschen Verband, war der Umbau und Ausbau der Konferenzhalle im Jahr 1958 sehr bedeutsam. Nun konnten wieder große Missionsfeste, Glaubenskonferenzen, Jungschar- und Jugendtage veranstaltet werden.

Die gute Verbundenheit zwischen dem Mutterhaus und den Landeskirchlichen Gemeinschaften entwickelte sich weiter. Zu den gewachsenen Besonderheiten der Lachen-Speyerdorfer Gemeinschaft gehört, dass wir sonntags die Gottesdienste gemeinsam mit der Mutterhausgemeinde gestalten und feiern. Bisher wurden Amtshandlungen wie Taufe, Abendmahl und Trauungen zumeist auch hier durchgeführt.

Die Entwicklung zur eigenständigen Gemeinde

In den 80-er Jahren wurden in den Gemeinschaftsverbänden deutlichere Leitungsstrukturen gewünscht und auch in Lachen-Speyerdorf wählten die Mitglieder ab dem Jahr 1980 ihren Vorstand und dieser einen 1. Vorsitzenden. Den Vorsitz hatten bis 1985 Hans Schläfke, bis 1992 Traugott Ulmer, bis 2012 Roland Hirsch. Seit 2012 ist Martin Ulmer Vorsitzender der Gemeinde.

Im EC-Jugendbund übernahm 1972 Hartwig Radtke die Leitung, Heidrun Hiegle 1982. Ab 1991 wurde der EC-Jugendbund von Teams geleitet.

GeschichteEinen großen Glaubensschritt wagte die Gemeinschaft 1983 als gemeinsam mit dem EC-Jugendkreis der Neubau eines eigenen Hauses am Wasserturm begonnen wurde. Sehr viele Eigenleistungen wurden durch engagierte Männer und Frauen erbracht. Am 24.03.1983 konnte der Grundstein dafür festlich gelegt werden.

Die Bauarbeiten dauerten zwei Jahre. Die pfälzische Landeskirche und die Stadtverwaltung bewilligten finanzielle Hilfen und auch von Seiten des Mutterhauses und vieler Firmen erfuhren wir kräftige Unterstützung.

Am 27. Januar 1985 wurde unser neues Gemeinschaftshaus auf dem sehr begrenzten Grundstück in der Wasserturmstraße 2 in einer Festveranstaltung eingeweiht.

Das Gemeindewachstum wurde in den zurückliegenden acht Jahrzehnten wesentlich gefördert durch Bibelwochen, Jugendtage, Gemeindefeste und Freizeiten. Wichtig und hilfreich waren auch die regelmäßigen Teilnahmen an Konferenzen und Tagungen im Mutterhaus und an Weiterbildungsveranstaltungen im EC-Kreisverband.

Immer wieder wurden im Ort von engagierten Mitarbeitern besondere Wochen für Kinder, und Jugendliche organisiert und dazu öffentlich eingeladen. Diese Veranstaltungen bilden im Jahresplan neben den regelmäßigen Versammlungen in Bibel- und Hauskreisen, Kinder-, Jungschar- und Jugendtreffs besondere Höhepunkte.

Seit 2008 trifft sich die ganze Gemeinde einmal im Monat am Samstagabend um 18:00 Uhr im Gemeinschaftshaus zum Gottesdienst. Hier wird auch das Abendmahl gefeiert. Durch ihren Gemeinschaftspastor bietet die Gemeinde auch Segnungen und Trauungen an. Zudem suchen wir gegenwärtig nach Wegen, zukünftig auch Taufen durchführen zu können.

Wir möchten füreinander und für andere da sein. Bewusst beteiligen wir uns an diakonischen Projekten und gehören zum Trägerkreis des „Netzwerk Hilfe“ in Lachen-Speyerdorf. Dort und in der Evangelischen Allianz sind wir mit anderen christlichen Gemeinden vernetzt. Von besonderer Bedeutung ist uns die gute Zusammenarbeit mit der Protestantischen Kirchengemeinde Lachen-Speyerdorf. Neben anderen gemeinsamen Aktionen beteiligen wir uns jedes Jahr gemeinsam an der internationalen Gebetswoche der Evangelischen Allianz.

Inzwischen zählen zum Kern der Gemeinde über 90 Mitglieder. Im Jahr 2012 fassten diese den einmütigen Beschluss, ab Sommer 2013 auf dem 2010 erworbenen Grundstück am Hambacher Weg mit dem Bau eines neuen Gemeindezentrums zu beginnen.

Wir wünschen uns und beten darum, dass die Gemeinschafts-Gemeinde in Lachen-Speyerdorf weiter zu Jesus Christus hin wächst, der unser aller guter Hirte und zugleich der Herr seiner weltweiten Gemeinde ist.

Unsere Gemeinschaftsschwestern und Prediger

Als Gemeinschaftsschwestern waren Diakonissen des Mutterhauses in Lachen ab den 70-er Jahren im Ort aktiv: Sr. Johanna Perniß, Sr. Ilse Kolb, Sr. Hedwig Hasselbach, Sr. Marianne Hertlein und Sr. Renate Binder.

Ab 1975 war Sr. Helene Hoffmann per „Stationsvertrag“ hauptamtlich angestellt. Ihr folgte Sr. Kornelia Österling. Ab 1991 war Sr. Esther Hotel im Einsatz in der Gemeinschaft und schließlich von 1996 bis 2002 Sr. Iris Dauth.

Sr. Elisabeth Schläfke gestaltet ehrenamtlich die Seniorennachmittage der Gemeinschaft und pflegt den Kontakt zu Missionarinnen und Missionaren der Marburger Mission.

Über den Südwestdeutschen Gemeinschaftsverband e.V. war von 2003 - 2007 Guido Bühlmeier als Prediger angestellt. Gemeindereferent Markus Haack war von 2007 bis 2010 im Einsatz. Seit 2010 ist Patrik Frank als Gemeinschafts-Pastor im Dienst.

Helmut Fröhlich

 

Danke!

Herzlichen Dank allen, die am Entstehen dieser Gemeinde-Geschichte mitgewirkt haben, besonders Heidi Theobald für ihre sorgfältige Vorarbeit. Im Namen der gesamten Gemeinde dankt die Gemeindeleitung Helmut Fröhlich für seine Arbeit beim Erstellen dieses Überblicks über unsere Geschichte.